Kategorie ‘Essen und Trinken’

Ein nicht alltägliches Gewächs – die Schwarze Maulbeere

Der Name ist wohl geläufig, aber was sich genau dahinter verbirgt, ist nicht so bekannt. Jedenfalls mir nicht. Da fand ich sehr interessant, mal was Näheres darüber zu erfahren.

Die Schwarze Maulbeere hat die botanische Bezeichnung Morus Nigra. Morus, weil derselbe Name in der Antike für die Brombeere verwendet wurde. Sie sieht der Brombeere auch sehr ähnlich. Die Heimat der Maulbeere ist Vorderasien und der Südkaukasus. Etwa 400 v. Chr. holten die Griechen die Maulbeerbäume in ihre Gärten und färbten mit den schwarzen Früchten den Wein.

Die Sträucher oder Bäume haben es gern warm und können bis 15 m hoch werden. Die Früchte sind bei Vollreife süß und saftig. Sie sind sehr gesund, denn sie enthalten viel Mineralstoffe. Die Beeren, die wie gesagt, stark färben, halten sich frisch nicht lange. Darum findet man frische auch selten auf den Märkten. Man macht daraus Saft, Gelee und Marmelade.Gut schmecken getrocknete Früchte in Müsli.

Im Mittelalter stellte man in den Klöstern Maulbeerwein her. Die bitter-scharfe Wurzelrinde wurde als Abführmittel genommen. Die traditionelle chinesische Medizin kennt die Maulbeere als Mittel zur Senkung von Blutzucker- und Cholesterinspiegeln und als Schleimlöser.

In Südostasien wird die Rinde des Maulbeerbaumes noch traditionell zu handgeschöpftem Büttenpapier verarbeitet.

Foto: M.v.S./Schehezerade / pixelio.de

Kohl ist cool……

Kohl in jeder Form ist ein echtes nahrhaftes Wintergemüse. Da las ich, dass Grünkohl als „Kale“ neuerdings internationale Karriere im kulinarischen Bereich macht. Aber erst mal bleibt Kohl ein typisch deutsches Gemüse – 922 750  Tonnen wurden im Jahr 2017 geerntet, so teilt das Statistische Bundesamt mit. Das größte Anbaugebiet  liegt im norddeutschen Dithmarschen. Es ist meist noch ein bürgerliches Gemüse, sozusagen Hausmannskost.

Dabei ist das Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler viel variabler, als es eben die deutsche Traditionsküche wahrhaben mag. Aber die sich gerade in Mode befindende levantinische Küche sowie auch die Küche der Asiaten verfeinern ihre Gerichte mit Kohl. So wird dem kulinarischen Mauerblümchen zu größerer Bekanntheit verholfen.

Einige bekannte Kohlsorten verdienen es, nochmal vorgestellt zu werden: Rotkohl – Da heißt es, wer ihn nur zur Ente kennt, hat den wahren Schatz verpennt! Mancherorts heißt er auch Blaukraut, das stammt aus dem Mittelalter. Viele kennen noch nicht den wahren Variationsreichtum dieses Gemüses. Es gibt es in der asiatischen Küche sowie auch in Roh-Verarbeitungen, außer der traditionellen Küche.

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Scharf – wer es liebt!

Schärfe hat Konjunktur – nicht nur Männer lieben sie. Egal ob Schokolade oder Süßigkeiten – immer mehr Lebensmittel haben den Extra-Chili-Kick.

Manche Speisen schmecken auch einfach mit einem Klecks Schärfe besser. Denn die Schärfe kurbelt die Durchblutung unserer Schleimhäute an, was sich wie ein Verstärker auf die Geschmacksnerven auswirkt. Das Gehirn reagiert darauf mit dem Ausstoß von Glückshormonen, was wiederum entspannend wirkt. Außerdem ist scharfes Essen ein gutes Mittel gegen den Winterblues!

Es gibt noch mehr gute Eigenschaften – Viele scharfe Gewürze haben eine antibakterielle Wirkung und regen den Speichelfluss und damit die Produktion von Magensäften an. Aber das kann auch zu Problemen wie Sodbrennen und Magenschmerzen führen. Menschen reagieren eben auf scharfes Essen ganz unterschiedlich. Deshalb soll man einfach auf seinen Körper hören und die persönliche Schärfegrenze ausloten.

Wer es aber mit der Schärfe übertrieben hat, sollte auf keinen Fall Wasser trinken, denn der Stoff Capsain, der für die Schärfe beispielsweise in Chili verantwortlich ist, ist nicht wasserlöslich. Lieber zu Milchprodukten greifen. Besonders gut ist fetthaltiger Mascarpone, auf ungeröstetes Toastbrot gestrichen. Auch etwas Brot, in Speiseöl getränkt, hilft.

Trotzdem, wer´s mag, guten Appetit!

Foto: Gabriela-Neumeier  /  pixelio.de

Schwarzwurzel – zu Unrecht „Spargel der kleinen Leute“

Ewig unterschätzt, eben als „Spargel der kleinen Leute“ bezeichnet, ist die unscheinbare Schwarzwurzel. Aber es ist eine leckere und gesunde Beilage im Winter, die sogar beim Abnehmen hilft.

Ihr Aussehen mit dunkler erdiger Schale wirkt auf den ersten Blick nicht gerade verlockend, doch der Schein trügt. Die Schwarzwurzel wird in Deutschlands Küchen wieder populärer. Eigentlich kommt Schwarzwurzel aus Südeuropa, wird aber inzwischen überall in Europa angebaut. Zu kaufen ist sie meist zwischen November und März.

Schwarzwurzel wird deshalb auch Winterspargel genannt. Aber damit hat sie höchstens in der Form etwas gemein. Früher soll sogar Schwarzwurzel als Heilpflanze gegen Pest und Schlangenbisse eingesetzt worden sein. Heute ist sie er richtig gesundes Essen. Vor allem wegen der zahlreichen Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung gut sind, und sie senken den Cholesterinspiegel. Und eben auch gut zum Abnehmen, auf 100 g hat die Schwarzwurzel nur 16 Kalorien. Dann enthält Schwarzwurzel noch “’Kalium sowie zahlreiche Vitamine – vor allem Thiamin (B 1). Dann hat sie hohen Eisengehalt, der die Organe mit Sauerstoff versorgt.

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Was auf die Birne…….

Ein Loblied auf die Birne, diese feinaromatische Herbstfrucht, ist durchaus angebracht. Ihre milde Süße harmoniert ausgezeichnet mit salzigen Aromen, das macht die beliebte und gesunde Obstsorte so vielseitig.

Was nicht alle wissen, in Birnen stecken reichlich Kalium und Kalzium. Diese Mineralstoffe regen den Stoffwechsel an und wirken entwässernd. Birnenfruchtfleisch ist zudem leicht verdaulich und ballaststoffreich, deshalb ist man lange satt und es unterstützt auch die Verdauung.

Einige Tipps zur Verarbeitung, die zu lesen waren: Entkernen geht ganz einfach. Da das Fruchtfleisch in der Regel weich ist, kann man das Kerngehäuse mit einem Kugelausstecher leicht mit einem Dreh auslösen. Das passt gut für Birnenhälften, die mit Preiselbeeren gefüllt und zu Wildgerichten serviert werden. Damit Birnen auf Blechkuchen o.ä. gleichmäßig garen, besser vorab gleichmäßig einschneiden. Dazu einfach einen Kochlöffel davor legen. Das verhindert, dass man die Früchte aus Versehen durchtrennt.

Übrigens gibt es auch eine Melonen-Birne, mir auch ganz neu: Sie sieht wie eine Melone aus, mit violetten Streifen auf der gelben Oberfläche. Die Frucht heißt auch Pepino und schmeckt auch wie eine Mischung aus Birne und Melone.

Ein paar Rezepte, die es lohnt, auszuprobieren:

Als Brotbelag – 4 EL Ricotta, 1 EL Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer verrühren. 1 Birne vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. 4 Scheiben Vollkornbrot mit Ricotta, Birne und 8 Scheiben Lachsschinken belegen. Mit ein paar Sprossen garnieren.

In Weißwein – Saft von 1 Zitrone, Mark von 1 Vanilleschote, 750 ml Weißwein, 150 g Zucker, 1 Zimtstange, je 2 Kardamomkapseln, Gewürznelken und Sternanis ca. 5 Minuten köcheln lassen. 6 kleine Birnen schälen, im Sud 15 – 20 Minuten köcheln, abtropfen lassen. Sud um die Hälfte einkochen. Birnen und Sirup in 6 Gläser verteilen . Kalt oder warm servieren.

Es gibt natürlich eine Unmenge leckerer Rezepte mit Birnen, das ist nur eine kleine Anregung.

Foto: luise / pixelio.de

 

 

Wissenswertes über uns Frauen!!!

Es ist informativ und auch ergötzlich manchmal, was es alles über uns Frauen zu wissen gibt (könnten ruhig die Männer auch lesen!). Da waren ganz viel wissenswerte Dinge zu lesen.

Erstmal ein paar Fakten: Im aktuellen Bundestag ist der Anteil der Frauen auf 31 % gesunken. Also ist nur knapp ein Drittel der Abgeordneten weiblich, obwohl Frauen die Hälfte der Wählerschaft stellen! Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag pro Monat für Männer im Westen beträgt 1.014 €, der von Frauen 583 €. Frauen bringen ungefähr 60 5 mehr Zeit für unbezahlte Arbeit auf. Selbst wenn beide Partner in Vollzeit arbeiten, machen Frauen deutlich mehr im Haushalt. (WSI 2017).

Schon zu allen Zeiten gab es mutige und auch kluge Frauen. Schon in der griechischen Mythologie gab es die Amazonen, ein kriegerisches Frauenvolk. Sie lebten autark und scheuten Mord und Totschlag nicht. Sie trugen kurze Röcke, Helme und Panzer und lehrten die Männerwelt das Fürchten. So ist das unter anderem in Homers Ilias dem 7. oder 8. Jahrhundert nachzulesen. Ob es tatsächlich Amazonen-Völker gegeben hat, ist leider historisch nicht belegt.

Die Pforzheimerin Bertha Ringer war unternehmerisch weitblickend für die damalige Zeit. Sie ließ sich ihre Mitgift schon vor der Ehe auszahlen und investierte in das Automobilunternehmen ihres späteren Mannes Carl Benz in Mannheim. Legendär ist ihre Autofahrt im Jahre 1888 von Mannheim nach Pforzheim. Dieses Ereignis ging zweifach in die Geschichte ein: die erste Auto-Fernfahrt und mit Bertha Benz als erster Frau am Steuer eines Kraftfahrzeuges.

Frauenrechte – ist auch ein wichtiges Thema: Seit 1918, also vor 100 Jahren, haben Frauen in Deutschland das aktive und das passive Wahlrecht. Was für uns heute selbstverständlich ist, wurde von mutigen Frauen nach dem Ersten Weltkrieg erstritten. Erst seit 1949 sind Frauen nach dem Gesetz gleichberechtigt! Kaum zu glauben für uns heute: Noch in den 1970er Jahren brauchte eine Frau in Deutschland die Erlaubnis ihres Ehemannes, wenn sie arbeiten gehen wollte -nicht zu fassen. Nach Willy Brandts Motto: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer“ haben Frauen auch heute noch einiges zu tun.

Noch was Lustigeres: 1904 entwickelte der schwäbische Korsettmacher Wilhelm Meyer-Ilschen aus Bad Canstat den ersten Büstenhalter, ähnlich wie wir ihn heute kennen. Er wurde später patentiert und ging 1912 unter dem Markennamen „Prima Donna“ in Serienproduktion. Dass der Büstenhalter im Erfinderland Baden-Würtemberg erfunden wurde, wundert eigentlich keinen. Aber warum wurde er von einem Mann erfunden??

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Essen und Essen gehen….

Es macht nun mal großen Spaß, gut zu essen – oder auch übers Essen zu reden (oder zu schreiben). Da ist es einerseits schön, zu Hause was Leckeres zu bruzzeln, ganz leger einfach irgendwo zu essen, sei es an der Dönerbude, ober Essen zu gehen. Das kann von rustikal, fremdländisch geprägt bis zum Galadinner im First Class Restaurant gehen!

Da gab es Lustiges oder auch nicht so lustig zu lesen. Manche haben sich da schon Gedanken gemacht: Da wäre die Tatsache, dass die Zahl der Frühstücke und Mittagessen zu Hause zwischen 2005 und 2015 bei Kindern deutlich gesunken ist. Das hat eine Studie von „Consumers Choice“, an der die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie beteiligt war, ergeben. Als Gründe vermuten die Autoren, dass Mütter mehr arbeiten und es mehr Betreuung gebe. Deshalb speise der Nachwuchs sozusagen „auswärts“.

Fürs Restaurant wurde herausgefunden, dass die Bestellungen üppiger ausfallen, wenn die Bedienung mehr wiegt. Auch dafür gab es eine Studie der Universitäten Jena und Cornell (New York), die besagt, dass    Probanden viermal so oft ein Dessert bei übergewichtigen Kellnern orderten als bei schlanken.

Ist das Servierte im Restaurant fehlerhaft zubereitet, sollte man sofort reklamieren. Der Koch darf nachbessern. Hat der Gast hingegen aufgegessen und beschwert sich dann, hat er kein Recht auf Erstattung. Wer eineinhalb Stunden warten musste, darf die Rechnung laut einem Gerichtsurteil um 30 % kürzen.

Nun zu Pizza und Pasta: Zum Italiener gehen die Deutschen am liebsten, auch dafür gab es eine Umfrage. Doch die mediterranen Leckereien brauchten einige Zeit, um hier zu überzeugen. Als 1952 die erste Pizzeria des Landes eröffnete, kamen hauptsächlich amerikanische Soldaten zum Essen!

Egal ob Pizza, Sushi oder Mexikanisch – Zunehmend mehr Menschen bestellen ihre Mahlzeiten online bei Lieferdiensten. 2015 taten das laut Statistik noch rund 6 Millionen, bis 2021 gibt es nach Prognosen des deutschen Statistik-Portals eine Steigerung von über 100 % auf mehr als 18 Millionen Besteller.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

 

 

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