Kategorie ‘Essen und Trinken’

Asbach – der Geist des Weines

Das ist die Geschichte der Marke Asbach- Hugo Asbach schuf im Jahre 1908 das deutsche Wort Weinbrand. Oder:
„Im Asbach liegt der Geist des Weines“ oder auch „Wenn einem so viel Gutes widerfährt, das ist schon einen Asbach-Uralt wert“. Wem ist das nicht vertraut, auch aus der TV-Werbung!

Hugo Asbach, gelernter Destillateur, gründete am 11. Mai 1892 mit seinem Schwager das Unternehmen Asbach & Co. 1908  wurde die Marke „Asbach Uralt“ beim Patentamt Berlin eingetragen. Uralt sollte auf die lange Reife und Lagerung hinweisen. Das mindestens acht Jahre lang gereifte Destillat nur der Familie und Freunden vorbehalten. Heute ist es wie der zwölf und der 15 Jahre alte Asbach Spezialbrand und der 21 Jahre gereifte Asbach Selection auch für Otto Normalverbraucher erhältlich.

Weil es für Frauen damals als unschicklich galt, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, erfand er 1924 die Weinbrandbohne. Aber die mochten bald auch Männer gern.

Nach dem Tod des Firmengründers übernahmen seine Söhne Hermann und Rudolf mit ein Krieges wegen flach, es wurde erst 1950 wieder  begonnen. 1991 wurde das Unternehmen an den britischen Hersteller Diageo verkauft, der es 1999 zur Hälfte an die Underberg AG und ein holländisches Unernehmen verkaufte. 2002 übernahm Underberg das Unternehmen zu 100 %.

Die Bezeichnung „Weinbrand“, die der Gründer geschaffen hatte, wurde zunächst nur im Zusammenhang mit Cognac gebraucht. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde das von den Franzosen verboten, so dass es beim „Weinbrand“ blieb. So wurde er auch 1923 in das deutsche Weingesetz aufgenommen.

Foto: KFM / pixelio.de

Blauschimmel und Weißschimmel – lecker!

Das ist die Geschichte der Marken Bavaria Blue und Bergader Edelpilz. Beide werden geliebt und gern gegessen.

Seit 1972 ist er auf dem Markt und hat inzwischen auch nationale Bekanntheit erreicht – der bayrische Weichkäse Bavaria Blue aus der Bergader Privatkäserei. Es handelt sich um eine Mischung aus den beiden Edelpilzkulturen Blau- und Weißschimmel. Die Hülle ist mit Weißschimmel überzogen, während das Innere mit Blauschimmel marmoriert ist.

Nun zur Gründergeschichte: Die Bergader Privatkäserei in Waging am See wurde 1927 gegründet und ist seither in Familienbesitz. Ursprungsidee des Firmengründers Basil Weixler, der gern französischen Roquefort gegessen hat, war die Kreation eines Roqueforts, den er mit Kuhmilch und nicht, wie in Frankreich, mit Schafsmilch, machte.

Das gelang ihm auch und im Jahre 1927 brachte er den „Bayerischen Gebirgs-Roquefort“ heraus. Es war der erste deutsche Edelpilzkäse. Obwohl er den Käse aus Kuhmilch herstellte, verklagten ihn die Franzosen auf Unterlassung des Namens Roquefort Acht Jahre dauerte der Prozess. Der Käse musste umbenannt werden und heißt seither Bergader Edelpilz. Dieser wird bis heute nach unveränderter Rezeptur hergestellt und ist heute das stärkste Exportprodukt der Firma.  (mehr …)

Sommer, Sonne, Cocktails…..

Was gibt es Schöneres, als zum Abschluss eines heißen Sommertages daheim auf der Terrasse oder in den zahlreichen Sommerlokalen einen schönen erfrischenden Cocktail zu genießen. Natürlich auch abends an der Bar!

Auch auf heimischer Terrasse kann man, wie gesagt, durchaus mit wenigen Zutaten köstliche Getränke kreiieren. Man braucht nur ein Barshaker, Eiswürfel und Cocktailgläser. Bei den Zutaten sollte man nicht am falschen Ende sparen, schließlich entscheiden sie über die geschmacklichen Nuancen.

In diesen sommerlichen  Tagen sind vor allem Orange- und Zitrus-Aromen oder exotische Fruchtsäfte wie Mango und Ananas gefragt. Diese kann man vielseitig mit Rum, Wodka oder Tequila kombinieren. Oft genügen schon einige Rezeptklassiker, die man dann selbst weiter entwickeln kann.

Ein Mojito, klassisch mit Rum, Rohrzucker, Minze und Limette, lässt sich beispielsweise auch mit frischen Beeren im Glas zubereiten, passend zum Sommer. Dazu die Beeren mit Zucker andrücken, mit Crushed Ice und der persönlichen Lieblingsspirituose auffüllen.

Besonders viel kann man mit Gin machen, der zu den angesagten Trendgetränken zählt. Seine Kräuter- und Wacholderaromen lassen sich etwa mit Ingwer oder Rosmarin verbinden.

Zu den Klassikern der Sommer-Cocktails zählt der „Swimming Pool „. Mit seinem Türkisblau passt er zu seinem Namen. Seine Zutaten: 2 cl Wodka, 2 cl Rum, 6 cl Ananassaft, 2 cl Sahne und ein guter Löffel Kokospürree – werden auf Eis gemixt und ins Glas abgeseiht. Anschließend wird mit 1 cl Blue Curascao für die schöne Farbe gesorgt.

Immer wieder gut schmeckt der beliebte „Cosmopolitan“. Dazu benötigt man: 4 cl Wodka, 1,5 cl Triple Sec (Orangenlikör), 1,5 cl Limettensaft, 3 cl Cranberry-Saft, Eis. Die Zutaten im Cocktail-Shaker mit Eis schütteln und „straight up“, also ohne Eis, in ein vorher gekühltes Cocktailglas abseihen.

Schönen Sommerabend!

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

 

Nescafé – unentbehrlich, wurde vor 80 Jahren erfunden

Am Anfang der schnellen Erfindung steht der Börsencrash – ab 130 sinkt der Kaffeeabsatz, da die Menschen kein Geld haben dafür. Ausgerechnet jetzt gibt es in Brasilien eine Rekordernte und die Überschüsse müssen ins Meer versenkt werden. Es besteht keine Möglichkeit, die leicht verderblichen Bohnen zu konservieren.

Auf der Suche nach einer Lösung des Problems wenden sich die Brasilianer an die Schweizer Firma Nestlé. Die ist schon als Schokolandenproduzent bekannt und hat sich einen Namen mit Trockenpulver aus konservierter Frischmilch gemacht. Vier Jahre wird in den firmeneigenen Labors vergeblich an einer Erfindung gearbeitet. Dann wird auf Weisung der Konzernspitze die Arbeit eingestellt.

Der Chefchemiker, Dr. Morgenthaler versucht auf eigene Faust sein Glück und präsentiert 1937 ein brauchbares Ergebnis, das 1938 patentiert wird. Dann kann auch die industrielle Produktion beginnen, mit einem löslichen braunen Pulver. Man nennt es Nescafé nach Nestlé und Café.

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Frühlingsgemüse-gesund und lecker….

schnittlauchNun gibt es die leckeren Frühlingsgemüse, die so richtig geeignet sind, gesunde Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen. So kann man voller Tatendrang die schöne Frühlingszeit genießen. Die Auswahl ist groß: grüner Spargel, Zuckerschoten, Babyspinat, Schnittlauch und all die guten Kräuter.

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe auch erhalten bleiben, empfiehlt es sich, alles frisch einzukaufen und bald zu verarbeiten. Und daran denken: Gemüse hält sich in den unteren Fächern des Kühlschranks am besten. Falls was in Plastik verpackt ist, bitte vorher rausnehmen, sonst verlieren die guten Einkäufe schnell ihre knackige Frische.

Hier einige Rezepte, die ich fand und gerne weitergebe. Vor allem, da ich schon darauf hingewiesen worden bin, dass ich lange keine mehr veröffentlicht habe. Das hat mich sehr gefreut, und so will ich das doch nachholen, vor allem für eine liebe Freundin:

Zucchini-Lasagne mit Schnittlauch-Creme:

Zutaten für vier Personen: 500 g festkochende Kartoffeln, Salz, 4 Karotten, 2 Bund Frühlingszwiebeln, 1 EL Olivenöl, 2 kleine Zucchini, 4 Tomaten, 4 Eier, 300 ml fettarme Milch, 500 g Magerquark, 1 TL Oregano, gerebelt, Pfeffer aus der Mühle, 100 g Bergkäse, 1 Bund Schnittlauch, 1 Knoblauchzehe, 1 TL Zitronensaft.

Kartoffeln schälen, ca. 25 Minuten in Salzwasser kochen. Karotten und Frühlingszwiebeln dünn schneiden. Tomaten in Scheiben schneiden. Eier mit 100 ml Milch und 100 g Quark mischen, kräftig würzen, Käse reiben. Backofen vorheizen, 180 Grad. Kartoffeln in Scheiben schneiden, in eine Auflaufform schichten. Die Hälfte der Zucchini darauf verteilen, mit Karotten und Zwiebeln abdecken. Die Hälfte der Eiersoße darüber gießen, mit Tomaten belegen, würzen, mit einer weiteren Schicht Zucchini und restlicher Eiersoße bedecken. Käse darauf geben. 40 Minuten garen. Schnittlauch hacken, Knoblauch pressen. Restlichen Quark mit Milch, Knoblauch, Schnittlauch und Zitronensaft cremig rühren. Würzen und kalt zur Lasagne servieren. – Im Gemüse stecken gesunde Farbstoffe, in Käse und Quark wichtiges Kalzium. (mehr …)

Was übers Küssen!

Menschen sind Weltmeister im Küssen, so las ich kürzlich! Außerdem ist Küssen nicht nur die emotionalste Berührungsform, sondern, man stelle sich vor, auch noch gut für die Gesundheit. Also, auf zum Küssen!

Warum  küssen wir uns eigentlich? Woher kommt es? Forscher rätseln noch – Kommt es vom „Sich-
Beschnüffeln“ der Tiere, oder basiert es auf einem Fütterungsritual aus grauer Vorzeit. Da haben die Weibchen die vorgekaute Nahrung aus ihrem Mund an die Babys weitergegeben. Was auch immer, Wissenschaftler bestätigen jedenfalls, dass Küssen Spaß macht und gesund ist!

„Küssen kann man nicht alleine“ so stellte Max Raabe in einem seiner Songs fest. Damit hat er bereits das Grundlegende dieser zärtlichen Geste erfasst! Es gehören immer zwei dazu – Eltern küssen ihre Kinder, Männer küssen ihre Frau, Fußballer küssen ihre Mitspieler. Wir alle bussen aus Liebe und Freude, um Trost zu spenden oder uns versöhnen.

In fast jedem Liebesfilm wird innig geküsst. Doch interessanterweise ist der Kuss weniger häufig, als man denkt: Geküsst wird nur in der Hälfte der Kulturen, hättet Ihr das gewusst? In Europa und in den meisten Ländern Nordamerika ist es völlig normal, auch sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Aber in Japan, Indien und den streng islamischen Staaten ist es anstößig oder sogar absolut undenkbar. Auch das Küssen auf den Mund ist nicht überall üblich- Chinesen atmen lieber mit der Nase an der Wange des Partners tief ein. Bei den Maoris in Neuseeland und den Inuit in der Arktis werden die Nasen aneinander gerieben – um die Geister im Lebensatem auszutauschen. In Mittelamerika und Afrika küsst man sich hingegen kaum oder gar nicht.

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Die Geschichte von „Karlchen Glücksklee“

Was viele nicht wissen, ist dass die Geschichte der Firma „Glücksklee“ nicht nur mit der altbekannten Dosenmilch zu tun hat – Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld stammt aus dieser Dynastie in Hamburg. Er wurde in seiner Kindheit „Karlchen Glücksklee“ gerufen. Das passt heute natürlich gar nicht mehr zu dem weltbekannten exzentrischen Modeschöpfer.

Im Jahre 1919 gründete sein Vater Otto Lagerfeld die Firma Lagerfeld & Co., die die US-Dosenmilch importierte, die bei einem langen Amerika-Aufenthalt als Angestellter bei einem führenden Dosenmilch-Hersteller kennen gelernt hatte. Weil es sich besser hier verkaufte, erfand Otto Lagerfeld 1923 einen deutschen Markennamen, der ein positives Image haben sollte: Glücksklee.

Zwei Jahre später erfolgte die Gründung eines eigenen Unternehmens für Kondensmilch in Deutschland. Nach Hamburg gab es ein zweites Werk in Neustadt/Holstein. Schutzzölle, die Lagerfeld für die Importe zahlen musste, gaben den Ausschlag, dass er fortan – in Lizenz – produzierte. Zusätzliche Standorte folgten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion dadurch beeinträchtigt, dass es kein Blech und keinen Lötzinn gab, um die 130.000  Liter Milch in die Dosen zu verpacken.

Nach dem Krieg gab es auch für dieses Unternehmen einen Wiederaufstieg, und es blieb führender deutscher Hersteller von Dosenmilch. In Spitzenzeiten wurden 570.000 Liter Milch verarbeitet.

1985 wurde der amerikanische Glücksklee-Lizenzgeber von der Fa. Nestlé übernommen, diese veräußerte seine gesamte Kondensmilchsparte 2003 an die Hochwald-Nahrungsmittelwerke. Seit 2008 ist diese Firma alleiniger Hersteller von Dosenmilch in Deutschland.

Übrigens hatten Glücksklee-Kondensmilchdosen genau wie die weltbekannten grünen Bierflaschen von Beck´s einen prominenten Auftritt in dem Kultfilm „Das Boot“. Dort mixte ein Wachoffizier aus Zitronensaft und Glücksklee-Milch einen „U-Boot-Spezialcocktail.

Foto: Kurt F.Domnik /pixelio.de

 

 

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