Kategorie ‘Essen und Trinken’

Wieder beliebt – Punsch und Bowle…..

Punsch und Bowle, die lange Zeit nicht mehr modern waren, erleben ein grandioses Comeback. Jetzt im Sommer kommt man mehr auf die Bowle zurück. Die ist ein richtig gutes Sommergetränk.

Der Name „Bowle'“ geht auf das englische Wort für Schüssel zurück. Ab etwa 1850 wurde nicht nur das Gefäß, sondern auch das Getränk so genannt. Übrigens, das war zu lesen, ist die Bowle bei uns möglicherweise das erste alkoholische Mixgetränk überhaupt. Ausgerechnet in einer Klosterbibliothek in Fulda wurde das erste Rezept entdeckt, von 1417. Man weiß ja, dass die Mönche schon immer den Gaumenfreunden sehr zugetan waren. In den 1950er  Jahren entwickelte sich die Bowle zum absoluten  Partygetränk. Ich erinnere mich gut, dass es damals ein Muss für jede Braut war, zur Aussteuer ein Bowleservice zu bekommen, oder als Hochzeitsgeschenk. Das war ein großer Henkeltopf aus Glas oder glasierter Keramik mit meist 12 passenden Tassen, einer Kelle und kleinen Spießen zum Früchte aufspießen. Ich hatte mein Service jahrzehntelang aus Nostalgie noch aufbewahrt.

Da wurde vom Hausherrn am Tag vorher mit frischen Früchten wie Erdbeeren oder Pfirsichen die Bowle mit Alkohol angesetzt. Erdbeerbowle war der absolute Hit. Damals in den Wirtschaftswunderzeiten war eine Party das perfekte Ereignis. Da konnte man das stolze Heim vorstellen und die Hausfrau ihre Fähigkeiten. Dazu gab es den unvermeidlichen Käseigel oder den Toast Hawaii. Ja, lang ist´s her!

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Heimische Früchte -jetzt ein Genuss…

Die sommerliche Fruchtsaison ist eine herrliche Zeit. Aber es hat heute nicht jeder einen großen Garten, wie es noch früher war. Was haben wir geerntet und tage- und wochenlang eingeweckt, Gelee gekocht oder Kompott oder auch Saft gemacht! Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, wo es keine Tiefkühltruhen gab – Da musste alles sofort verarbeitet werden. Später habe ich vieles erstmal eingefroren und später, manchmal erst im Winter, verarbeitet.

Also, trotzdem jetzt ran an die süßen Sommerfrüchte. Auf dem Wochenmarkt gibt es sie vor allem aus der heimischen Region, jetzt sind die meisten vollreif und köstlich. Übrigens, sind sie alle auch Vitaminbomben.

Was hätten wir da zur Auswahl? Kirschen sind herrlich saftig, so auf die Hand gegessen, als  Pfannekuchen, Kompott, Marmelade oder auch Kirschlikör. Himbeeren sind anfällig für Druckstellen und sollten schnell verbraucht werden. Köstlich dazu: geriebener Ingwer. (Übrigens erinnere ich mich an meine Kindheit und Jugend auf dem Dorf, da ging man sie im Wald pfücken). Brombeeren haben ein intensiv fruchtiges Aroma und sind außer zu der klassischen Verwendung für Cremes gut. Zu süßen Desserts mit Ziegen-Frischkäse, probieren. Das ist ein Tipp von einer Küchenfee. (Übrigens, auch die wurden im heimischen Wald geerntet, sehr viel Dornen und sehr mühselig.)

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Eiskalt genießen – leckeres Speiseeis…

Es ist eine Freude, wenn man im Sommer einen schönen Eisbecher vor sich hat. Die Eissalons sind geöffnet, man kann sich auch Eis to-go im Hörnchen oder einen Eis to-go Becher gönnen. Was gibt es nicht alles für Sorten, täglich kommen neue Kreationen auf den Markt, vielmehr auf die Hand oder den Tisch. Die Klassiker sind nach wie vor Früchtebecher, Erdbeerbecher, Spaghettieis, dann auch Eiskaffee und Shake.

Es gibt sogar auch hierfür eine Studie der Techniker-Krankenkasse, die herausgefunden hat, dass jeder Bundesbürger acht Liter Eis pro Saison geniesst. Nur die Schweden (13 l) und die Dänen (10 l) schlecken noch mehr. Es ist für viele einfach der wichtigste Stimmungsspiegel für den Sommer.

Aktuell wird das auch durch eine Studie aus England bestätigt. Die entsprechenden Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon ein einziger Löffel Eis ausreicht, um das Lustzentrum im Gehirn anzuregen! Na denn, man zu!

Es wird ohne Unterscheidung nach Alter, Geschlecht oder Herkunft von 93 % vor allem als „Gaumenschmaus“ betrachtet. Aber auch als ein Moment der Entspannung (85 %). Und natürlich ist es ein bewährtes Belohnungsmittel für Kinder (78 %).

Foto : Peter Bast  / pixelio.de

 

Für den Durst – doppelt gut….

Wunderbare Vorschläge bekam ich von einer Freundin, die sie gelesen und auch schon oft angewandt hat. Ich bin mittlerweile auch ein Fan davon. Da wären leckere Frucht-Kräuter-Paare, womit man schlichtes Wasser besonders machen kann. Einfach das Obst klein schneiden, mit den abgezupften Kräutern mischen, Wasser darüber und sechs bis acht Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Früchte und Grün ruhig drinlassen, es sieht nämlich einfach schön aus.

Ein paar Vorschläge: Orange in Scheiben mit Thymianblättchen, Mango und Ingwer, in Stücken bzw. feinen Scheiben, Limette in dünnen Scheiben mit einzelnen Blättchen Pfefferminze (sehr würzig!), Erdbeeren halbiert oder geviertelt mit Basilikumblättern. Dass gleiche kann man auch mit Tee machen, beispielsweise Melissentee aus frischen Blättern und Himbeeren, Hibiskustee aus ganzen Blüten und Stücken von Honigmelonen. Den Tee kann man natürlich auch kalt trinken, ist ja für heiße Sommertage gedacht. So auch mit Wasser verdünntem Saft und Kräutern.

Foto: Martin-Moritz  / pixelio.de

Was Feines aus Kanada – Ahornsirup

Vor vielen Jahren, 1975, entdeckte ich auf einer Kanadareise meine Liebe zum Ahornsirup. Ich erinnere mich gern an Frühstücksschlachten mit Pancakes und Porridge bei meinen Gastgebern. Ich kannte den Sirup noch gar nicht, damals war er hier wohl noch nicht so zu bekommen. Mein damals 5-jähriger Sohn war auch ganz begeistert und hat sich diese Liebe wie auch ich bis heute bewahrt. Inzwischen ist der Ahornsirup längst auch hier bekannt und geschätzt.

Meine Freunde erzählten mir auch Wissenswertes über den Ahorn, der ja sozusagen ein National-Symbol für Kandier ist. Ein Ahornblatt ist ja auch auf der Flagge des Landes zu sehen.

Der Ahornsirup wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen. Dazu werden die Bäume im Frühjahr zur Saftgewinnung für 2 bis 3 Wochen angezapft. Das dürfen aber nur Fachleute machen, damit die natürliche Entwicklung des Baumes nicht gestört wird. Also ist der Original-Ahornsirup aus Kanada ein reines Naturprodukt. (Das hörte sich an, als ob es diverse Nachahmer gibt, könnte ich mir durchaus, wie bei so vielem, vorstellen). Der gewonnene Saft wird schonend erhitzt, sodass er dickflüssig wird. So bleiben aber auch seine natürlichen Inhaltsstoffe erhalten.

Ahorn gibt es in vier Sorten: Golden, Bernstein, Dunkel und Sehr Dunkel. Der Geschmack ist von fein-mild über aromatisch bis zu einem kräftigen Geschmack. Es ist auch eine gute Sache, ihn zum Kochen und Backen zu verwenden, besonders den dunklen.

Ahorn, auch das „flüssige Gold “ genannt, ist auch zudem sehr gesund, wie ich mal gelesen habe. Er hat viele Vitamine und gute Mineralstoffe. Außerdem ist er vegan, was ja heute im Trend liegt.

In Erinnerung an wunderbares kanadisches Porridge habe ich mir von meinen Gastgebern ihr Rezept geben lassen. Was ich auch selbst schon viele male ausprobiert habe – Zutaten für 4 Personen: 140 g zarte Haferflocken, 800 ml Vollmilch, 1 EL Ahornzucker, 1 Prise Salz, 1/3 TL Zimt (darf bei mir in vielem nicht fehlen!), dann Früchte nach Belieben wie Apfelstücke oder Orangenschnitze, oder aber Beeren gemischt, etwa Himbeeren, Edbeeren, Heidelbeeren, insgesamt 600 g, 60 g. Walnusskerne, 6 EL kanadischer Ahornsirup, gold oder bernsteinfarben. Haferflocken und Milch in einem Topf verrühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen. Dann ausschalten und noch 3 Minuten weiterrühren, bis der Brei cremig ist. Dann Ahornsirup, Salz und Zimt unterrühren. Schön ist es, wenn man das Porridge schon in Schalen verteilt. Dann Beeren und Obststücke auf dem Porridge verteilen.Walnüsse grob hacken und kurz anrösten. Mit Ahornsirup übergießen,  den man einmal hat aufkochen lassen. Dann auf dem Porridge verteilen und mit dem warmen Ahornsirup beträufeln. Das sieht nicht nur sehr appetitlich aus, sondern ist auch ein Gaumengenuß.

Es ist für mich immer ein innerlicher Ausflug in dieses schöne Land, was ich seit damals noch mehrfach bereisen konnte!

Foto: Harry Hautumm / pixelio.de

 

Genüsse aus dem Blumentopf

Superfood aus dem Blumentopf? Was manchen stutzig macht, ist wahr. Ob Kresse, Amaranth, Senfkohl, toskanischer Schwarzkohl oder Sauerampfer, all diese leckeren Gemüsesorten gibt es nicht nur im Garten, sondern das ganze Jahr über auch im Topf. Allerdings in Miniatur-Ausführung. Microgreens oder Microleaves heißt der neueste Trend, der die klassischen 80er-Jahre übrig werden lässt. Die Keimlinge wachsen nämlich nicht mehr auf Watte, sondern in echter Erde. Da gibt es noch Alfalfa, Rauke, Radieschen, Mizuna und Kresse. In zwei bis vier Wochen entwickeln sie sich zu kleinen Pflänzchen, die neben den herförmigen Keimblättern schon erste echte Blätter zeigen. Sie schmecken so gut wie die ausgewachsenen Pflanzen. Vor allem enthalten sie schon alle Inhaltsstoffe, deswegen sind sie die sogenannte „Superfood“.

Sowas ist natürlich ideal für Stadtgärtner, die auf Balkon oder Terrasse angewiesen sind oder auch die Fensterbank. Man kann sie ohne Vorkenntnisse anbauen. Man braucht nur Töpfe und Anzuchterde. Wichtig ist allerdings viel Licht, frühlingshafte Temperaturen und regelmäßiges Gießen. Wer die Leaves im Winter anbauen will, muss Kunstlicht einsetzen. Der eigene Anbau hat große Vorteile, da er garantiert, dass die Leaves unbehandelt sind. Man hat ja alles in eigener Hand. Beim Saatgut sollte man auf Bioprodukte setzen. Man braucht sie nicht düngen, und man braucht auch keine Transportwege. Frischer geht es nicht.

Wer nach Tipps und Rezepten sucht, findet neben Büchern auch online einiges. Da gibt es microgreenshop.com, gegründet von zwei jungen Männern. Eigentlich wollten sie die Leaves nur für sich selbst machen, aber das Interesse war überall so groß, dass sie ihren Shop ins Leben riefen. Sie bieten auch Startersets an.

Foto: Ginover / pixelio.de

Erdbeeren – wer könnte den süßen Früchtchen widerstehen?

Nun ist sie da –  die Erdbeerzeit. Sie sind der Inbegriff des Sommers und einfach unwiderstehlich. Es sind einfach „die Königinnen der Beerenfrüchte“, wie eine Zeitschrift schrieb. Vor allem haben sie sogar sieben hervorragende Eigenschaften: Sie sind rot, saftig, lecker, gesund, duftig, verführerisch und sinnlich!

Da war Interessantes über die süßen Früchtchen zu lesen: Botanisch gesehen ist die großfruchtige Gartenerdbeere, wie wir sie heute kennen und die erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland gezüchtet wurde, gar keine Beere. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Ihre eigentlichen Früchte sind die kleinen gelben Körner, die Nüsschen, an der Oberfläche der Beere.

Bis heute geht die Zahl der Erdbeersorten in die Tausende, und täglich kommen neue Züchtungen hinzu. Dadurch wird ermöglicht, diese Früchte weltweit unter unterschiedlichsten Klimabedingungen sowie in verschiedenen Höhenlagen anzubauen und transportfähig zu machen..

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verzehrt jeder Deutsche im Jahr mittlerweile 1,5 kg. Erdbeeren. Dabei kommt fast die Hälfte der insgesamt 187.000 Tonnen aus heimischer Erzeugung. Wie beliebt die Erdbeere ist, zeigt sich auch im Anstieg der Anbauflächen bei uns. Im Jahre 2003 waren es noch 10.000 Hektar, im nächsten Jahr bereits 13.400, Tendenz seitdem steigend.

Kein Wunder, denn was gibt es Besseres als frische Erdbeeren. Sie schmecken nicht nur gut, sondern auch ihr besonderes Aroma ist was Einzigartiges. Das Aroma der Gartenerdbeere setzt sich aus einem Dutzend verschiedener Geruchsstoffe zusammen, so erklären es die Landwirtschaftsexperten.

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