Der Duft von Weihrauch -Mallorca im Winter

Echte Mallorcakenner wissen das – die beliebte und schöne Insel ist nicht nur im Sommer für Badehungrige ein viel gebuchtes Reiseziel. Besonders Mallorcas Westküste ist in Herbst und Winter ein Wanderparadies!

Da denkt der echte Mallorcaliebhaber natürlich auch an das berühmte Paar George Sand und Frederic Chopin, die den Winter 1838 / 39 gemeinsam auf der Insel verbrachten. Damals schrieb George Sand: “ Auf Mallorca ist die Stille gründlicher als anderswo“. Gerade Stille ist auf Malle, wie der partyhungrige Pauschalurlauber sagt, Mangelware geworden. Aber gerade hier an der Westküste lässt sich der Zauber dieser Insel, wie ihn George Sand beschrieb, noch genießen.

120 000 Wanderfreunde kommen jährlich zum Wandern auf die Insel. Die Touren, die angeboten werden, durch die Serra de Tramuntana, werden mit Ausblicken auf das Meer belohnt, die George Sand liebte. Dann die Düfte, die man überall genießt, wie Chopin sie auch mochte. Dazu zauberhafte Schluchten und stolze Felsrücken.

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Ein Reisetipp für den Winter: Alicante…

Da ich Alicante gut kenne, kann ich den mediterranen Charme  dieser Stadt schildern.

Alicante wird auch die Stadt des Lichtes genannt, liegt am spanischen Mittelmeer an der Costa Blanca. Sie ist voller Leben und Kontraste und hat es geschafft, seine Geschichte durch die einzigartigen Monumente zu bewahren. Gleichzeitig wurde sie aber auch eine technologische Hochburg. Es ist auch um diese Jahreszeit dank des warmen Klimas (aktuell 22 Grad, schwankt zwischen 14 – über 20 Grad) sehr gut zu besuchen. So kann man gut durch die Straßen schlendern, die Sehenswürdigkeiten anschauen und das breite gastronomische Angebot auf einer der zahlreichen Terrassen genießen.

Es gibt Direktflüge von allen deutschen Großstädten zum Flughafen Alicante-Elche, von dem man in 20 Minuten die Innenstadt erreicht. (Auf Elche komme ich noch später zurück!). Obwohl die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen sind, gibt es auch eine Straßenbahn und ein umfangreiches Busnetz, um andere beliebte Städte wie Benidorm, Elche oder Torrevieja zu erreichen.

Natürlich ist in einer Stadt am Meer eine schöne Strandpromenade, wo man kilometerlang vom Stadtstrand El Postiguet bis zum Strand von San Juan schlendern kann. Das beeindruckendste Wahrzeichen ist natürlich das Castillo de Santa Barbara, auf einem Berg gelegen, der die Stadt überragt. Man kann mit Bus oder Fahrstuhl, aber auch durch die engen Gassen der Altstadt dorthin kommen. Man hat von der Burg aus einen unvergleichlichen Panoramablick auf die Stadt. weiter lesen »

Es gibt auch den Winterblues…………….

Ich las etwas Interessantes, dass nicht nur im November, sondern auch zwischen Weihnachten und Frühling bei vielen noch der Winterblues einsetzt. So mit schlechter Laune usw.! Es wurden Überlebenstipps für Kältemuffel angeboten. Das muss doch weitergegeben werden!

Winterblues – das ist, wenn man sich fühlt wie Schnee, der morgens niederrieselt und nachmittags noch liegt. Da bei uns oft grauseliges Wetter und auch mit Schnee der Winter eingezogen ist, lohnt es sich, darüber nachzudenken. Tatsächlich ist laut einer Umfrage jeder vierte Deutsche von der saisonal abhängigen Depression (SAD) betroffen!

Spätestens im Januar, wenn die Ferien vorbei sind und die Vorsätze schon wieder gebrochen sind, wenn man unter dem Vitamin-D-Mangel leidet, wenn man nach Spanien umziehen möchte, dann kann man offiziell von sich sagen, dass man den Winterblues hat!

Ein Universalmittel dagegen muss noch gefunden werden! Das ist für jeden verschieden, einem reicht Musik, die an den Sommer erinnert, bunte Socken, konsequent nach draußen, um jede Tageslichtminute auszukosten. Oder man kuschelt bei Kerzen und leckerem Tee! Dabei werden nämlich Hormone ausgeschüttet, die die Trübsal ein bisschen mindern. (Wusstet Ihr schon, dass in Schweden an den Bushaltestellen Leuchtröhren angebracht sind, die für künstliches Tageslicht sorgen?)

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– Zwischen den Jahren –

Die Weihnachtsfeiertage sind zu Ende. Nun sind wir  so „zwischen den Jahren“, diese Tage zwischen dem festlichen Weihnachtsfest und dem fröhlichen Neujahr sind etwas Eigentümliches. Man fühlt sich so anders, es ist kein richtiger Rhythmus drin. Viele haben ja auch Urlaub, manche natürlich müssen gerade jetzt hart arbeiten. Ich denke da an das Verkaufspersonal der Kaufhäuser, die den alljährlichen Umtausch- und Schnäppchenstress erleben, die Metzger, Bäcker, Friseure usw.

Aber mir und vielen anderen geht es jedes Jahr so, ich las sogar eine lange Kolumne darüber. Man fühlt sich so „aus der Zeit gefallen“, wie ein Autor es ausdrückte. Schon lange nimmt man sich vor, die Besinnlichkeit, die sich Weihnachten mit Essen und Besuchen nicht einstellen wollte, nachzuholen. Manche Einladungen oder Treffen hat man verschoben, nein, vor Weihnachten geht es gar nicht, aber wie wäre es „zwischen den Jahren“?

Dann sind diese vielen guten Reste da, da sagt man, das verbrauchen wir jetzt. Und überhaupt, dann wird ja alles anders, wir essen nicht mehr so viel, wir sind voller guter Vorsätze, egal, was man sich vornimmt. Aber…. es hat ja noch Zeit, doch nicht jetzt, zwischen den Jahren! Wer nicht arbeiten muss und nicht verreist ist, ist einerseits schlaff und will es, wie gesagt, faul und besinnlich, andererseits voller Tatendrang, was man alles tun könnte, jetzt, zwischen den Jahren. Weil man sonst jetzt nichts Großes planen will.

Da ist was, was ich heute gemacht habe: Ich trage noch gern nach alter Sitte alle Daten von dem alten Kalender in den schon wartenden neuen ein. Ob Terminkalender oder Küchenkalender, Taschenkalender, das war immer schon so für alle ein Ritual für „zwischen den Jahren“. Heute im Zeitalter des Smartphones usw. ist das nicht mehr so üblich, aber ich liebe es noch so wie früher. Da bin ich sicher nicht allein.

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Weihnachten im Salzburger Land

Weihnachten in Salzburg und im Salzburger Land ist etwas ganz Besonderes. So schön Salzburg im Sommer ist, einer meiner Lieblingsorte, im Winter ist es dort noch stimmungsvoller.

Salzburg hat dieses ganz besonders österreichische Flair, es ist nicht so groß wie Wien. Überschaubar, mit alter Tradition, überall stößt man auf seinen größten Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart. Besonders schön ist es im Winter, es hat den schönsten Weihnachtsmarkt, den ich kenne, den Salzburger Christkindlmarkt.

Das erinnert mich auch an die Entstehung des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Ich habe meine Erinnerungen noch mal aufgefrischt: Der Text wurde 1816 von dem Hilfspfarrer Joseph Mohr in Mariapfarr im Lungau geschrieben. An Heiligabend 1818 führten der Arnsdorfer Dorfschullehrer und Organist Franz Gruber und Joseph Mohr in der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf bei Salzburg das erste Mal dieses Lied auf. Viele Legenden ranken sich um die Uraufführung. Man vermutet, dass die alte Orgel nicht bespielbar war, darum haben die Schöpfer das Lied mit Gitarrenbegleitung geschaffen.

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Weihnachten – kulinarisch in aller Welt

Nicht nur die Weihnachtsbräuche sind sehr verschieden in der Welt, auch die kulinarischen Gepflogenheiten. Hier ein paar Auszüge, alles aufzuschreiben, wäre zu viel:

In Deutschland gibt es traditionell Gänsebraten oder auch Wild und Karpfen. Da ist interessant zu wissen, warum Gänsebraten und nicht Lamm oder Rind? Dies geht bis ins Mittelalter zurück, da wurde die Adventszeit sehr streng eingehalten, wie eine Fastenzeit. Ohne Butter, Eier, Fleisch. Am Weihnachtsabend wurde das Fasten „gebrochen“ und man aß in vollen Zügen, natürlich nahrhafte und fette Speisen, wie eben Gänsebraten. Das Weihnachtsgebäck hat übrigens auch mit dieser Zeit zu tun, denn es war auch verboten. Aber man kam auf einen Trick – Lebkuchen und Honigbrote waren erlaubt, sie galten wegen ihrer Gewürze als Heilmittel!

Was bei uns die Gans ist, ist in vielen Ländern der Truthahn, der „Turkey“. Beispielsweise in: England, Irland, USA, Australien. Aber auch in Malta, das ja lange englisch war, wird gefüllter Truthahn gegessen., dazu der Christmas-Pudding nach englischer Art. Aber auch Timpara, ein maltesisches Nudelgericht und maltesisch-typisches Gebäck. Aber auch in Frankreich wird „Dinde aux marrons“ – Truthahn mit Maronen, gegessen. Zum Nachtisch gibt es nach altem Brauch „Búche de Noel“, der wie ein Baumstamm aussieht. Früher verbrannte man ein Holzscheit im Kamin und streute die Asche auf die Felder, das sollte Glück für eine gute Ernte im nächsten Jahr bringen.

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Der einzig Wahre – Geschichte des Christstollens

Ich bin in meinem Winterdomizil in Spanien und entdecke plötzlich in einer hiesigen Wochenzeitung (in Deutsch) eine Geschichte des Christstollens. Es ist nicht so, dass man ihn hier nicht bekommt, bei den allgegenwärtigen deutschen Discountern ist das durchaus möglich. Ich habe kleine gekauft, schmecken aber durchaus gut. Er galt übrigens als „Festtagsbrot der armen Leute“.

Es gibt natürlich eine große Diskussion darüber, ob nun der Dresdner oder der aus dem Erzgebirge derjenige wer ist, ob er mit Puderzucker oder Zuckerguss bestreut wird, ob Marzipan, Mandeln oder Mohn (mit Mohn machte ihn meine Mutter nach schlesischer Art) hineingehören. Er darf, so wird gesagt, vor Heiligabend nicht angeschnitten werden, das bringt Unglück.

Erstmals erwähnt wurde der Christstollen in einem Dokument von 1329, als dem Bischof von Naumburg ein Gebäck dieses Namens zum Advent überreicht wurde. Der Name stammt aus der Bergbautradition dieser Gegend. Aufgeschnitten erinnert er an einen Stolleneingang, und weihnachtlich ist er, weil er die Form eines eingewickelten Jesuskindes darstellen soll. Weil der Teig vor dem Backen so eingeschlagen wird. Richtig bekannt wurde der sächsische Stollen durch den Kurfürst August dem Starken, der sich im Jahre 1730 einen Stollen von zwei Tonnen Gewicht backen ließ, den er dann an das darbende Volk verteilen ließ. In Dresden nennt man ihn ja Striezel. Da heißt der Weihnachtsmarkt auch Striezelmarkt. An jedem zweiten Advent wird dann ein Striezelfest gefeiert.

In den Dörfern hat der Christstollen ganz eigene Traditionen. Die Bergleute und Holzfäller haben das ganze Jahr gespart, um sich die teuren Zutaten wie Rosinen, Orangeat, Nüsse, Mandeln und „gute“ Butter (Diesen Ausdruck kenne ich aus meiner Kindheit auch noch.) leisten zu können.

Dann ließ man beim  Bäcker möglichst viele Stollen backen. Die Stollen wurden dann sorgsam verpackt und in der kalten Speisekammer aufbewahrt, damit sie lange als Leckerchen für die Kinder da waren, s o dadass sie trotz Armut was Gutes hatten.

Auch heute, wo nur wenige Hausfrauen einen Stollen selbst backen, kann man überall mehr oder weniger guten Stollen kaufen. Am besten bei Bäckern oder guten Stollenherstellern, besonders gut sind die Stollen aus Dresden.

 

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