Was übers Küssen!

Menschen sind Weltmeister im Küssen, so las ich kürzlich! Außerdem ist Küssen nicht nur die emotionalste Berührungsform, sondern, man stelle sich vor, auch noch gut für die Gesundheit. Also, auf zum Küssen!

Warum  küssen wir uns eigentlich? Woher kommt es? Forscher rätseln noch – Kommt es vom „Sich-
Beschnüffeln“ der Tiere, oder basiert es auf einem Fütterungsritual aus grauer Vorzeit. Da haben die Weibchen die vorgekaute Nahrung aus ihrem Mund an die Babys weitergegeben. Was auch immer, Wissenschaftler bestätigen jedenfalls, dass Küssen Spaß macht und gesund ist!

„Küssen kann man nicht alleine“ so stellte Max Raabe in einem seiner Songs fest. Damit hat er bereits das Grundlegende dieser zärtlichen Geste erfasst! Es gehören immer zwei dazu – Eltern küssen ihre Kinder, Männer küssen ihre Frau, Fußballer küssen ihre Mitspieler. Wir alle bussen aus Liebe und Freude, um Trost zu spenden oder uns versöhnen.

In fast jedem Liebesfilm wird innig geküsst. Doch interessanterweise ist der Kuss weniger häufig, als man denkt: Geküsst wird nur in der Hälfte der Kulturen, hättet Ihr das gewusst? In Europa und in den meisten Ländern Nordamerika ist es völlig normal, auch sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Aber in Japan, Indien und den streng islamischen Staaten ist es anstößig oder sogar absolut undenkbar. Auch das Küssen auf den Mund ist nicht überall üblich- Chinesen atmen lieber mit der Nase an der Wange des Partners tief ein. Bei den Maoris in Neuseeland und den Inuit in der Arktis werden die Nasen aneinander gerieben – um die Geister im Lebensatem auszutauschen. In Mittelamerika und Afrika küsst man sich hingegen kaum oder gar nicht.

Auf durchschnittlich zwölf Sekunden bringen es Deutsche und Österreicher pro Kuss, zur Begrüßung gibt es Bussis auf die Wangen – was den US-Amerikanern ein Graus ist! Die wiederum legen gern filmreife Küsse hin – auch beim ersten Date darf schon heiß und innig geküsst werden. Dagegen bei unseren französischen Nachbarn darf nicht an Bahnübergängen geküsst werden. Dabei heißt der Zungenkuss nicht umsonst „French Kiss'“.

Wollt Ihr noch ein paar interessante Zahlen zum Kuss lesen, gern gebe ich sie weiter: Ältester Kuss – auf einer Schmuckspange aus Mesopotamien mit einem küssenden, nackten Paar, 3.000 v. Ch. 200mal stärker als Morphium können Endorphine sein, die das Gehirn während eines Kussen ausschüttet. Die wirken wie Drogen und machen kuss-süchtig. Außerdem werden die weißen Killezellen im Blut aktiviert, die sich dann auf Bakterien und Viren stürzen und sie vernichten. Also ist es, wie gesagt, auch gesund. Und Küssen verbessert die Stimmung und baut Stress ab.

2/3 aller Menschen drehen übrigens beim Küssen ihren Kopf nach rechts. Die Forscher rätseln  noch, warum. 31 Stunden dauerte der längste Kuss der Welt. Vom 6. auf den 7.7.2005 knutschten sich ein Londoner Pärchen zum Guinessbuch-Rekord.

Übrigens, das hat die Engländer wohl auf den Gedanken gebracht, dass es Zeit ist, dem Kuss einen eigenen Gedenktag zu widmen. Sie riefen den 6. Juli zum „Internationalen  Tag des Kusses“ auf.

Foto: Erich Keppler / pixelio.de

Hinterlasse bitte einen Kommentar, oder eine Trackback von Deinem Blog.

Hinterlasse einen Kommentar

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss