Auch der Herbst hat seine schönen Seiten. Es gibt so viel zu entdecken! Darüber war Interessantes zu lesen, vieles ist sicher bekannt, aber nicht alles. Wusstet Ihr beispielsweise schon, wie Eichhörnchen ihre Verstecke wiederfinden? Und das Pilz sich selbst versorgen. Neun Herbst-Geheimnisse zum Mitstaunen wurden erörtert.
Da ist das Licht, es ist magisch und weicher. Das kommt daher, weil die Sonne jetzt niedriger am Himmel steht und das Licht in einem flacheren Winkel auf die Erde trifft.
Dann aber mal was Wissenschaftliches: Der astronomische und kalendarische Herbst beginnt, wenn die Sonne über dem Äquator im Zenit steht. Das ist meistens um den 22. September so. An diesem Tag sind Tag und Nacht gleich lang.
Die Bäume sparen jetzt Wasser. Sie werfen die Blätter ab, um im Winter nicht zu vertrocknen. Denn aus dem Laub verdunsten große Mengen Wasser. Wasser aufnehmen geht nicht für Bäume, weil im Winter der Boden oft gefriert. Etwas Gutes hat das Laubabwerfen, wie die Experten erklären, so werden die Bäume auch Schadstoffe los. Mit dem Laub kann man auch düngen, wenn es Regenwürmer u. Co. zerkleinert haben und es von Bakterien und Pilzen in Nährboden umgewandelt wird. Aber bis es so weit ist, bieten Laubhaufen auch vielen Tieren wie auch dem Igel ein Ruhenest. – Übrigens hat mit den Blättern auch zu tun, dass der grüne Farbstoff Chlorophyll verschwindet. So werden jetzt die gelben und roten Farben sichtbar, die unser Herz erfreuen. Braun werden die Blätter erst, wenn sie abgestorben sind.
Was jetzt meist im ruhigen Spätsommer und frühem Herbst ist, wird oft als Altweibersommer bezeichnet. Da denkt man eben an alte Frauen, aber das ist nicht so! Der Ausdruck kommt von der altdeutschen Bezeichnung für „weiben“ – das meint das Netz der Spinnen. Es ist jetzt besonders gut zu beobachten, wenn die von Nebel und Morgentau benetzten Spinnenweben in der Morgensonne zu sehen sind.
Wie war das mit den Eichhörnchen? Man weiss, dass diese possierlichen Kerlchen ihren Wintervorrat an Nüssen, Eicheln u.a. in der Erde, in Rinden oder Baumhöhlen vergraben. Aber wie finden sie die wieder? Einen Monat lang, so haben Forscher herausgefunden, haben sie ein Kurzzeitgedächtnis. Dann müssen sie sich auf ihren Geruchssinn verlassen. Aber irgendwann funktioniert das auch nicht mehr.
Kastanien gibt es jetzt in Hülle und Fülle. Sie sind, wenn sie so glänzen, eine schöne Deko. Und jeder erinnert sich, was er alles damit gebastelt hat. Aber ist es auch bekannt, dass Kastanienmehl ein Schönheitsmittel ist? Den meisten nicht. Eine Maske damit lindert beispielsweise Entzündungen und hilft bei trockener, rissiger Haut. Das kann man einfach hinkriegen, wenn man 2 EL Kastanienpulver mit Wasser verrührt und für 10 Minuten auf dem Gesicht einwirken lässt. Dann mit lauwarmem Wasser abspülen.
Nicht zu vergessen sind die köstlichen Pilze, die es jetzt zu sammeln gilt. Wer sich nicht traut, es ist ja auch nicht ganz einfach, findet Angebote auf den Wochenmärkten beispielsweise. Aber, auch das haben Botaniker herausgefunden, die Pilze haben weitverzweigte Wurzeln in der Erde. Damit nehmen sie Nährstoffe aus dem Boden auf, die sie an Baumwurzeln weitergeben. Wer hätte das gewusst?